vögelchen zwitschern ihr munteres lied. die bäume, sie grünen - wie jeder es sieht. die laune ist milde und hoffnungsvoll gar, ich baller dich weg - trotz grauem star.
Donnerstag, März 16, 2006
baldo unterwegs
wir erinnern uns: unserem pelzigen freund drohte schlimmes im tierheim. aber keine sorge: in einer wahnwitzigen aktion, die auf jeden fall blut, geschrei & tränen beinhaltete und deutlich zu komplex für mein "zeichentalent" war, hat sich baldo befreien können und ist nun auf der flucht.
frei wie schmidt´s katze durchkämmt er das land auf der suche nach.....naja - nach irgendwas halt.
waaaaaaaas willst du tuuuuuuuunnnnnnn?????
angekündigt als "ein dickes kind aus deutschland ohne freunde" brachte mir dieser junge herr hier mehr spaß als mir lieb ist, zuzugeben:
du bist ..... deutschland
für alle hasen unter euch mit schneller internetverbindung und einer intakten soundkarte:
Mittwoch, März 15, 2006
Mama, ´s iPod shuffelt.....(1)
etta james - a sunday kind of love hard-fi - hard to beat arctic monkeys - when the sun goes down sahara hotnights - the difference between love and hell nneka - the uncomfortable truth tomte - ich sang die ganze zeit von dir maria taylor - leap year zoot woman - automatic jack johnson - better together bloc party - banquet nina simone - feelin´ good
Dienstag, März 14, 2006
spül dich weg, santiago
hier habe ich es zuerst entdeckt und daraufhin seit sonntag in den medien verfolgt: santiago sierra, seines zeichens fragwürdiger aktionskünstler, hat seit sonntag eine neue „kunst“-aktion am start. der mann lässt jeden sonntag autoabgase in eine synagoge in puhlheim bei köln leiten und gibt den besuchern dieser komplett indiskutablen farce die möglichkeit, mit einer gasmaske ausgestattet ein paar minuten in den abgasen zu verweilen, um so die „erlebnisse in der gaskammer nachempfinden zu können“. santiago sierra will damit gegen die „banalisierung der erinnerung an den holocaust“ angehen. sehr interessante herangehensweise, zu diesem zweck das gedenken an die opfer und diese selbst erst mal mit den füßen zu treten.
nachdem ich mich über santiago sierra dank google informiert habe, wundert mich sein vorgehen allerdings nicht. manche mögen es für kunst halten, heroinsüchtigen eine linie auf den rücken zu tätowieren und sie dafür mit heroin zu bezahlen. ich persönlich halte es für menschenverachtende, zynische und sensationsgierige scheiße. die aktion von santiago sierra steht dem in sachen platter sensationsgier in nichts nach und übertrifft sie traurigeweise. was mich noch mehr irritiert, ist das verhalten des oberbürgermeisters der stadt puhlheim, karl august morisse, und seinen kollegen aus der kulturverwaltung. diese verstehen nämlich die zu recht entstandene und öffentlich geäußerte empörung nicht im geringsten und sehen auch nicht ein, warum die sofortige beendigung der aktion gefordert wird. stattdessen wird mit unverständnis reagiert und die olle keule der kunstfreiheit geschwungen.
wie fahrlässig ist es bitte, sich vor eröffnung der „aktion“ offensichtlich gar keine gedanken über deren wirkung zu machen und dann, nachdem allen kritikern vorweg der zentralrat der juden die einstellung fordert, nicht mal eine minute zeit darauf verschwendet, diesen fehler einzugestehen? was für leute sitzen in der stadtverwaltung von puhlheim, frage ich mich.
es ändert, mit verlaub, einen scheißdreck, wenn der „künstler“ und die stadtverwaltung puhlheim sich nun mit dem zentralrat und ralph giordano auseinandersetzen wollen und die aktion „vorerst“ gestoppt wird.
ich wünsche diesen menschen, die hoffentlich für ihr handeln zur rechenschaft gezogen werden, für ihr weiteres dasein verstand, weitsicht und urteilsvermögen- eigenschaften, die ihnen im zuge ihrer bemühungen um santiago sierra offensichtlich komplett verloren gingen.
wer gegenüber den damen und herren aus puhlheim ebenfalls seinen unmut bekunden möchte, findet unter dem oben angegebenen link nicht nur die ausführlich dokumentierte variante der ereignisse, sondern auch die erreichbarkeiten der stadtverwaltung.
dies fragte ich mich heute früh, als ich folgendes bild (quelle: dpa) entdeckte:
aber nein...ich wurde schnell von einem knallhart recherchierten und politisch wachsamen artikel in der bild-zeitung beruhigt. ist ja nur ein film. und außerdem hat sogar paul spiegel nix zu meckern.....na, da kann es ja nur gut sein. puh - gerade noch mal gut gegangen, das.
Donnerstag, März 02, 2006
neues von baldo.....
beim klick auf das bild: das volle baldo-erlebnis!!!!
Mittwoch, März 01, 2006
jetzt schon die unterhaltung der woche:
ich: meinst du, daß sich die wirkung von betaisodona (ein jod-basiertes mundantiseptikum) potenziert, wenn ich es erst auftrage und dann rauche......also, daß es quasi festbackt und noch wirksamer wird...??????? mann: NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Freitag, Februar 24, 2006
bemerkenswertes zum merken aus dieser woche:
männer, die ihre kinder darauf trimmen, frauen für sie anzusprechen, sind armselig
helge schneider ist der unglaubliche großmeister der unterhaltung
pete york = bestester drummer wo ich je gehört habe
wenn tresenlesen bei uns im büro gespielt wird, kann ich mich überhaupt nicht mehr auf irgendwas konzentrieren und starre daher eher dämlich und angefressen guckend in der gegend herum
frauen lassen sich von magazinen großflächig und gerne verarschen
hip sein heisst nicht informativ sein
graue haare, jeden tag mehr
flucht ist die einzige option, die sich in manchen firmen bietet
wenn die beziehung nicht so super läuft, sollte man sich nicht gemeinsam "hautnah" angucken
kopftuchtragende frauen, die auf jüdische zeitungen spucken, sind sehr angsteinflößend
it´s getting better, man!
Dienstag, Februar 21, 2006
nostalgieattacke
heute, an einem montag im februar während es regnet wie bolle, mal was gemacht, was schon ewig nicht auf der karte stand: nachts wach im bett liegen + radio hören. leck mich am besen, ist das lange her!!! früher auf diese weise mixtapes gemacht, neue bands entdeckt, schlaflosigkeit mit musik gefüllt und mit den ohren in fremden ländern gewesen wenn das fernweh zu groß wurde. das war klasse damals. wann hat es aufgehört? als die arbeit die nacht zu einer zeit für´s schlafen gemacht hat und diese dann nicht mehr für die guten dinge zur verfügung stand? es ist gerade mal 5 jahre her, daß in der nacht (allein oder zu zweit oder mit noch mehr menschen) gekocht, geredet, gestritten, entdeckt, im wohnzimmer getanzt, getrunken, diskutiert, nach draußen gestarrt, geküsst, spaziert, gelesen oder einfach nur rumgesessen wurde. wach bis in den morgen und dann beim anbruch der dämmerung entweder schnell eingeschlafen oder euphorisiert zur schule/uni gefahren. fühlt sich an wie ein anderes leben, eine ewigkeit her.
Mittwoch, Februar 15, 2006
büro-kunst (2) ich entschuldige mich bei allen konsumenten mit ästhetischem empfinden für meine "werke", aber das passiert halt, wenn man zu viel langeweile, wenig stolz und mein hirn hat.
meine version einer gelungenen valentins-karte.....
draufklicken = große ansicht
Montag, Februar 13, 2006
montag morgen - zeit für kunst (1)
ich muß gestehen: ich finde es super, daß ich mich immernoch selber zum lachen bringen kann:
gute dinge
wie man merkt, erhöht sich die anzahl der einträge hier wieder, was zum einen den menschen, die in letzter zeit nette kommentare und e-mails schreiben zu verdanken ist und zum anderen eine art methode hat. schreiben hilft nämlich. mir zumindest. zwar schaffen es momentan wenige dinge oder menschen, meine aufmerksamkeit durchgehend zu halten, aber ich bin froh darüber, daß es sie überhaupt gibt.
momentan rocken:
„banquet“ von bloc party „gone daddy gone“ und “add it up” von den violent femmes „if i ever feel better“ von phoenix „easy to love“ von slut „ava adore” von den smashing pumpkins „live forever” von oasis “breakin´ up”, schon wieder von den violent femmes
„a plea for eros“ von siri hustvedt the book of bunny suicides eigene grottenschlechte zeichnungen „mrs. newton“ von mrs. newton aufbauende e-mails von weit weg
menschen, die NICHT “das wird schon wieder“ sagen durchschlafen geduldige freunde spazieren gehen und “ich sehe was, was du nicht siehst” spielen der eine mensch, der immer brutalst ehrlich zu mir und gerade deshalb so wichtig ist russisch lernen
Sonntag, Februar 12, 2006
wege aus dem blödsinn
wenn berufliche situationen riechen könnten, würde meine so sehr stinken wie der atem meiner kollegin. es läuft nicht gut und unter dem verzweifelt-optimistischen motto „den tiefpunkt zum wendepunkt machen“ kommen mir überlegungen, die so etwas wie ein silberstreif am horizont sein könnten. seit ein paar wochen denke ich ernsthaft darüber nach, einen verlag zu gründen. während einer harmlosen geschenkbastelei schaute mir der mann über die schulter und sagte „du solltest bücher publizieren, weißt du?!“. aus diesem satz wurden gedanken und aus den gedanken gespräche und aus den gesprächen entstand der arbeitstitel „les livres de kgb“. Ein ,wie ich finde, grandioser name für einen verlag. klingt weltgewandt und mysteriös. wie praktisch, daß meine initialen kgb lauten würden, wenn ich einen doppelnamen hätte. noch ist alles graue theorie und erforschung von möglichkeiten, aber ich mag die idee irgendwie sehr. ein eigener mini-verlag. publizieren, was man will. etwas aufbauen, was bleibt und einem wichtig ist. zunächst gilt es aber, eine menge fragen zu beantworten. und fragen zu stellen wie zum beispiel:
hat irgendwer von euch erfahrungen mit selbstständigkeit? vielleicht sogar mit der gründung eines verlags? irgendwelche sachdienlichen hinweise? ideen? tipps? geld zu verschenken? wer irgendetwas zu der idee oder zu meinen fragen beizutragen hat, kann mir unter kirsten.gross@gmail.com gerne schreiben. wer nur blödsinn mitzuteilen hat, sollte es besser lassen. und liebe männer: wiederholte hinweise auf die größe des eigenen geschlechtsteils sind für mich keine sachdienliche hinweise........
Samstag, Februar 11, 2006
frauen im judentum oder: liberales judentum – was´n das?
jeder, der diesen blog oder meine seite in einer gewissen frequenz konsumiert, weiß: ich bin des öfteren und dann gerne etwas länger in berlin. das hat gründe. manchmal, wenn ich ganz viel glück habe, passiert es aber, daß berlin quasi zu mir kommt. dies geschah letzten donnerstag in form von dr. rahel herweg, die in der heimischen vhs einen vortrag zum thema „frauen im judentum“ hielt. endlich, möchte ich addieren, denn was mir im ruhrgebiet in weiten teilen fehlt, ist das verständnis und das bewusstsein für ein lebendiges, liberales und aktives judentum. man mag mich an dieser stelle nicht missverstehen: dieses judentum existiert zweifelsohne hier aber nichtsdestotrotz ist und bleibt der allgemeine eindruck, der in der allgemeinen bevölkerung zum judentum im besten fall vorherrscht, die holocaust/schläfenlocken/orthodox-schiene. das ist das, was man in der schule lernt und bei den meisten bleibt es bei diesem wissensstand. leider. denn wie frau dr. herweg in ihrem vortrag großartigst und angenehm unakademisch zeigte, existiert eine große welt jenseits dieser oben angesprochenen schiene und sie ist es wert, daß man sie entdeckt und den menschen nahe bringt. ebenso wichtig ist es, daß es frauen gibt, die die möglichkeiten, die ihnen ein liberales judentum bietet, nutzen, eine lange tradition mit ihren ideen und ansichten bereichern und all dies mit der öffentlichkeit teilen.
ich kann nur sagen, daß ich froh bin, mich an besagtem donnerstag abend noch aufgerafft habe, um zu diesem vortrag zu gehen und ich bin froh, daß es frauen wie rahel herweg gibt, die einem vorbild und inspiration sein können. allen, die sich für diese thematik interessieren, kann ich im übrigen das buch „isha“ von pauline bebe aus dem verlag roman kovar nur wärmstens und nachhaltig empfehlen.
Freitag, Februar 10, 2006
freitag nachmittag auf der arbeit...... zeit, den gedanken im kopf durch kunst ausdruck zu verleihen....